Gartenbewässerung frostsicher machen

Frostsicher

Den ersten Lockdown im März/April 2020 habe ich sinnvoll genutzt. Der Garten war noch eine Schlammwüste und so war es ein Einfaches, DIY ein Bewässerungssystem nach meinem Geschmack einzubauen. Ich gehe in diesem Beitrag nun nicht auf die Bewässerung selbst ein sondern es geht darum wie man eine Gartenbewässerung frostsicher machen kann. Aber es sei gesagt, dass der Do-it-yourself Ansatz einiges an Geld eingespart hat. So beliefen sich die reinen Materialkosten auf ca. 900 Euro. Der professionelle Anbieter kam mit einem Angebot von 6000 Euro um die Ecke. Nun gut, es gab ein paar Blasen an den Händen vom Schaufeln und aus spaten, aber am Ende waren es mir die eingesparten 5000 Euro doch wert.

Aber wie bereits gesagt geht es heute nicht um die Bewässerung selbst, sondern um die ordnungsgemäße „Winterfestmachung“.

Eine Gartenbewässerung frostsicher machen ist aber je nach System recht komplex.

Da ich nicht alle Rohre der Bewässerung auf 80cm Tiefe verlegt habe, wäre es theoretisch und bei unseren Temperaturen im Winter auch möglich gewesen, dass sich in den Rohren durch das Restwasser Eis bildet. Dieses würde dann im schlimmsten Fall die Kunststoffrohre zum Platzen bringen. Ein Szenario welches ich mir nicht ausmalen möchte, denn:

  1. Ich müsste das defekte Rohr finden – Was bedeutet das ich wieder Blasen an den Händen hätte.
  2. Der Garten würde nicht gut aussehen.

Beides wollte ich verhindern, deswegen musste ich einen Weg finden um das in den Rohren verbliebene Wasser zu entfernen. Der normalerweise dazu verwendete Ansatz ist die Nutzung von Druckluft. Einfach gesagt, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Möglichkeit Druckluft herzustellen. Also musste im ersten Schritt ein Kompressor her. Nach ein paar wenigen Gesprächen mir „Wissenden“ wusste ich, dass ich einen Kompressor kaufen musste der eine gewisse Leistung erbringen konnte. Deswegen entschied ich mich am Ende für den Metabo Basic 250. Ein günstiges, aber für meine Zwecke ausreichendes Gerät. Mit dem passenden Zubehör konnte ich dann auch ab sofort die Autoreifen Zuhause aufpumpen. Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Als der Kompressor dann per Spedition geliefert wurde, stand ich vor der nächsten Entscheidung: Wie bekomme ich nun den Druckluftschlauch an das Wasserrohr angeschlossen. Dafür nahm ich mir den beim Kompressor beiliegenden Adapter und begab mich in den Baumarkt meines Vertrauens.

Der erste Aufbau im Baumarkt sah dann so aus.

Aufbau

Auch hier musste ich wieder zwei Dinge bedenken!

  1. Abdrücken der Hauptbewässerung (Kein Gardena System)
  2. Abdrücken von zwei Leitungssträngen die einen Adapter für das Gardena Profi System besitzen

Was man in jedem Fall immer benötigt sind Schlauchschellen.

Natürlich sollte man auch immer ein wenig Teflonband griffbereit haben, damit die Konstruktion am Ende auch dicht ist und kein Wasser ungewollt austritt. Der Absperrhahn dient der Dosierung der Druckluft.

Hier ein Blick in den selbstgebauten Ventilkasten. Die Druckluft wird hier an einen Adapter angeschlossen, den ich bereits für diese Zwecke eingeplant hatte. Über diesen wird die Druckluft dann in das System gebracht. Sobald das Ventil geöffnet wird strömt die Luft in die Wasserrohre und drückt das restliche Wasser über die Regner nach außen. Dieser Vorgang kann je nach Restwasser und Rohrlänge einige Minuten dauern. Ich habe hier auch nie mehr als 1,5 Bar Druck auf die Rohrleitungen gegeben, da ich gelesen hatte das diese sich durch die durchströmende Luft erwärmen können.

Das Bild zeigt den Kompressor im Einsatz. Im Hintergrund ist auch Bob zu sehen.

Das letzte Bild zeigt dann noch die Konstruktion mit dem Gardena Pro Adapter. Hier besitze ich drei Rohrleistungsstränge, die ich so abdrücken musste. Der Druck von 1-1,5 Bar war kein Problem für den Adapter.

Zum guten Schluss hat alles geklappt und das Wasser war aus den Rohren entfernt. Bleibt nun die Hoffnung das ich zeitnah das System wieder nach der kalten Periode in Betrieb nehmen kann. Ich werde sicher berichten.

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