Canyon Iridium Dropper

Canyon Stoic

Im vergangenen Monat hatte ich endlich das lang ersehnte Canyon Stoic 3 Hardtail erhalten, welches ich bereits im Dezember 2020 bestellt hatte. Aufgrund der Corona Pandemie ist die Nachfrage nach Fahrrädern anscheinend so hoch, dass die Komponenten Hersteller nicht mehr mit der Produktion nachkommen und so die Hersteller der Bikes auch nicht liefern können. Das Mountainbike kam vormontiert und neben den Laufrädern musste noch die Sattelstütze, ein Canyon Iridium Dropper montiert werden.

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Canyon Iridium Dropper | Bildquelle: Canyon

Teleskopsattelstützen sind eine tolle Erfindung

Das eine Teleskopsattelstütze viele Vorteile bietet ist denke ich unumstritten. Aber Fluch und Segen kommen meist immer zugleich. Denn die Wartung der Sattelstütze treibt wohl viele in den Wahnsinn. Da bleibt nichts anderes als zum Schrauber zu gehen und sich professionelle Hilfe zu holen. Eine solche Erfahrung hatte ich nach der letzten Tour. Der Canyon Iridium Dropper, der bisher tadellos funktionierte, muckte auf einmal herum, indem er nicht mehr in den verschiedenen Positionen einrastete. Ich dachte mir bereits das es sich hier um eine Einstellungssache handeln muss und nicht um einen Defekt der Sattelstütze.

Leider keine Anleitungen oder Videos gefunden die halfen

Das Internet bietet ja fast alles. Aber eben auch nur fast, denn ich konnte leider keine Anleitung finden, die mir so wirklich weiter half. Selbst die Anleitung des Canyon Iridium Dropper brachte mir nicht die Erleuchtung. Die Videos auf Youtube, die sich allgemein mit Teleskopsattelstützen beschäftigten, handelten meist von der Einstellung des Droppers. Hier fokussierten die Videos meist aber auf die Geschwindigkeit des Rein- und Rausfahrens. Wahrscheinlich hätte ich bei längerer Suche irgendwann auch etwas passendes gefunden, aber nach einer Stunde hatte ich keine Nerven mehr dafür.

Probieren geht über Studieren

Was machte ich also? Klar, ich probierte ein wenig herum. Der Seilzug wird am Hebel über eine kleine Klemmschraube fixiert, die mit einem Inbus Schlüssel gelöst werden kann. Bei meinen Versuchen eine korrekte Einstellung hinzubekommen hantierte ich anscheinend so lange damit herum, so dass sich der Seilzug anfing auszufransen.

Der Seilzug begann auszufransen

Mir blieb also nichts anderes übrig, als den Bowdenzug auszutauschen. Am Samstag morgen ging es dann direkt zum Fahrradhändler (die haben ja genau wie die Autowerkstätten auch während des Lockdown geöffnet). Dort habe ich mir einen neuen Bowdenzugzug besorgt, wobei man hier schon aufpassen muss, dass die Tonne am Ende des Seilzugs auch in Richtung des Drahtes selbst angebracht ist und nicht quer dazu. Die normalen Bremszüge passen nicht richtig in die Halterung des Canyon Iridium Droppers. Zudem immer noch einen Blick auf den Querschnitt des Bowdenzugs werfen. Dieser darf auch nicht zu dick sein, denn er muss problemlos in die bestehende Außenhülle passen. Diese wollte ich nämlich nicht austauschen, denn das hätte wahrscheinlich eine Ewigkeit gedauert.

Tonne am Bowdenzug ist in Richtung des Drahtes angebracht

Hat man den passenden Zug, so kann man diesen ohne Weiteres durch die Außenhülle des alten Zuges schieben. Den Anfang macht man selbstverständlich am Sattelrohr, denn hier soll das Ende mit der Tonne ja an der Sattelstütze befestigt werden.

Außenhülle schaut aus dem Rohr

Sobald der Bowdenzug durchgeschoben ist und am Canyon Iridium Dropper befestigt wurde kann die Sattelstütze wieder in das Rohr eingeführt werden. Am besten sollte diese mit ein wenig Montagepaste zuvor beschmiert worden sein. Beim Einführen ist darauf zu achten, dass man während des Reinschiebens die Außenhülle des Bowdenzugs oben am Lenker gleichmäßig mit herauszieht. Anderenfalls kann es dazu kommen, dass der Zug bzw. die Außenhülle im Rohr Knicken und es so zu Problemen bei der Funktion kommt. Nun noch die Sattelstütze fixieren (Mit dem passenden Drehmoment) und dann kann es schon am Lenker weitergehen.

Die Arbeiten am Auslösehebel für den Canyon Iridium Dropper

Der Bowdenzug muss ordentlich durch den Hebel verlegt werden

Der Bowdenzug muss ordnungsgemäß durch den Hebel geführt werden, so dass er sich auch mit der Schraube fixieren lässt. Hier sollte man auf jeden Fall mal einen Blick in die Anleitung des Droppers werfen. Und nun geht es langsam in die Richtung der Ursache, weshalb es bei mir mit den Einstellungen wohl nicht so klappte.

Das Gewinde muss ca. bis zur Hälfte in den Hebel eingeschraubt werden

Das Gewinde im Bild zu sehen, muss ca. bis zur Hälfte in den Hebel eingeschraubt werden. Danach schraubt man den Hebel in einer für sich selbst passenden Position an den Lenker an. Dann wird der Bowdenzug stramm gezogen, aber nicht zu fest, und die Fixierschraube wird mit dem kleinen Inbus eingedreht um den Zug zu befestigen.

Diese Schraube fixiert den Bowdenzug

Bevor man den Bowdenzug nun kürzt und dann die Tülle auf den selben klemmt, um ein ausfransen zu verhindern, sollte man die Funktion des Droppers testen. Wenn die Sattelstütze nicht in Ihrer Position bleibt, sondern sich beim darauf sitzen absenkt, so ist vermutlich zu viel Zug auf der Leitung. Ggf. kann man dann am Rädchen des Hebel nachjustieren. Wenn das alles nicht hilft sollte man nicht verzagen, sondern schnell den Schrauber seines Vertrauens aufsuchen.

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