Was wäre, wenn ein Abschleppunternehmen einen Parkplatz aus Vorsatz mietet, um dann die Fahrzeuge, die darauf abgestellt werden kostenpflichtig zu entfernen? Schon seit geraumer Zeit ist uns und auch verschiedenen Nachbarn aufgefallen, dass in unserer Siedlung vermehrt auf einem Parkplatz abgeschleppt wird und auch das “Vermietet” Schild immer wieder auf ungeklärte Weise verschwindet. Eine Nachbarin will sogar schon einmal gesehen haben, wie ein Mitarbeiter des Abschleppunternehmens nach einem Abschleppvorgang ein “Vermietet” Schild angebracht hat. Angeblich soll der Parkplatz ja einem Mieter gehören. Wir werden das nun verstärkt beachten, weil ich es ethisch für inakzeptabel halte, wenn Firmen so vorgehen würden.
Bevor ich mit der eigentlichen Geschichte beginne, möchte ich kurz anmerken, dass es nun eine Kategorie mit dem Namen Küchenfenster gibt, da ich denke, dass einige Sachen, die man hier so am Küchenfenster erleben kann, schon interessant sind. Das folgende Foto ist von der Küche aus, mit Blick auf den Parkplatz vor unserem Haus entstanden. Während ich mir einen Tee machte, wurde meine Aufmerksamkeit auf eine Mutter gelenkt, die mit dem Kinderwagen und einem zweiten Kind auf einem Tretroller über die Parkplatz lief. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Man schaue sich das Foto an und achte dann auf die große Pfütze im linken Teil des Bildes. Tiefe der Pfütze geschätzte 20-25cm, könnte aufgrund des Niederschlag hier auch noch tiefer werden. Möglicherweise könnten die Kinder aber bei Temperaturabfall auch Schlittschuh laufen.

Die Mutter spaziert über den Parkplatz, das Kind auf dem Tretroller nebenbei. Das Kind erblickt plötzlich das Wasserloch und glaubt es sei Benjamin Blümchen, der sich an diesem warmen Sommertag doch mal ein wenig Abkühlung verschaffen muss. Nur ist es kein Sommer, sondern mitten im Dezember bei 3 Grad Außentemperatur. Das Kind stellt sich also mit samt dem Tretroller in die Mitte!!! des inzwischen zu einem kleinen See angewachsenen Tümpels und steckt bis zum Knie im Wasser, dabei schaut es die ganze Zeit nach unten. Die Mutter steht noch immer auf dem Parkplatz und ruft dem Kind mit ruhigen Worten zu: "Komm, Albert (Name redaktionell geändert) wir müssen doch weiter!". "Kommst du bitte?", "Albert, wir haben doch keine Zeit!","Wir müssen weiter!". Ok, "Kommst du, Albert!" Habe ich noch ca. 15-20 mal gehört, bis die Mutter sich dann bemüht hat, das Kind mal aus dem Wasser zu holen. Auf halben Weg, ca. hinter den Baumstämmen lässt sie es alleine laufen. Na, was passiert? Genau! das Kind rollt mit dem Tretroller wieder ins Wasser. Dann wieder ruhige Worte … "Albert, Schatz, komm doch!", aber dann wurde es Ihr dann endlich auch zu viel. Sie holt ihn raus und nimmt ihm den Roller weg, geht dann weiter. Was macht das Kind? Nein! Geht nicht ins Wasser, nein es stellt sich in den Regen und weint. Die Mutter zieht weiter … dann wurde es mir langweilig, denn bis dahin waren schon 10-15 Minuten vergangen. Ich glaube manchmal würde ein wenig autoritärer Erziehungsstil vollkommen Sinn machen: Nämlich wenn ein Kind bis zu den Knien im Wasser steckt, bei 3 Grad Temperatur, strömendem Regen und das ganze dazu noch zweimal abzieht. Wenn es jetzt noch weiter regnet und ich wieder gesund bin und rausgehen kann, dann nutze ich glaube ich die Baumstämme als Floss.